1994 wurde die Idee eines europäischen Netzwerkes der alpinen Schutzgebiete im Rahmen der französischen Präsidentschaft der Alpenkonvention geboren. Bereits vier Jahre später wird das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete durch die Umweltminister der Unterzeichnerstaaten der Alpenkonvention anlässlich der V. Alpenkonferenz in Bled, Slowenien, formal anerkannt.
Das Netzwerk vereint alle Verwaltungen der alpinen Schutzgebiete mit dem Ziel, durch eine möglichst enge und zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen den Schutzgebieten langfristig die Umsetzung des Protokolls „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention zu erreichen. Von Frankreich gegründet und getragen, wird das Netzwerk vom Nationalpark Les Ecrins koordiniert. Ein mehrsprachiges Team unterstützt alle aktiv mitwirkenden Partner durch zahlreiche, professionelle Dienstleistungen.
Als gemeinsame Arbeitsfelder wurden festgelegt:
Schutz und Management der Alpenschutzgebiete.
Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus im Einklang mit der lokalen Natur und Kultur.
Erhalt der Biodiversität im Rahmen der Bergland- und Forstwirtschaft.
Information und Bildung der lokalen Öffentlichkeit.
Der Nationalpark Hohe Tauern ist seit 1998 im Rahmen ausgewählter Arbeitskreise und INTERREG-Projekte ein aktiver Partner im Netzwerk der Alpinen Schutzgebiete.
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Die guten persönlichen Kontakte zwischen den MitarbeiterInnen dieser drei Nationalparks und deren räumliche Nähe zueinander, sind Garant dafür, dass im Rahmen zahlreicher Projekte vor allem im Bereich der Nationalpark-Forschung, bereits seit Jahren erfolgreich zusammengearbeitet wird. Neben dem Austausch wertvoller Erfahrungen, stehen zur Zeit die Harmonisierung ausgewählter Untersuchungs- und Auswertemethoden im Vordergrund.
Ziel ist es, durch eine bestmögliche Vergleichbarkeit der in den einzelnen Schutzgebieten erhobenen Daten, Aussagen zum alpinen Lebensraum zu erhalten, die auch über den jeweils eigenen Untersuchungsraum hinaus Gültigkeit haben. Als wichtigste gemeinsame Datenbasis wurden die flächendeckenden Luftbildbefliegungen und deren länderübergreifend noch abzustimmenden Interpretationen definiert.
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1996 wurde die Drei-Parke-Partnerschaft des Nationalparks Hohe Tauern mit dem französischen Nationalpark Les Ecrins und dem slowenischen Nationalpark Triglav formal mit einem Partnerschaftsabkommen besiegelt.
Die Partnerschaftsvereinbarung zielt darauf ab, Beziehungen zwischen den Institutionen und Gebieten der drei Parks aufzubauen, Erfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig Hilfestellungen zu leisten, gemeinsame Projekte durchzuführen und die Beziehungen zwischen der regionalen Bevölkerung der Parke zu fördern.
Die Partnerschaft versteht sich als konkreter Beitrag zum Netz der geschützten Alpenräume, wie es die Alpenkonvention in ihrem Protokoll „Naturschutz und Landschaftspflege“ vorsieht. Die gemeinsamen Themen sind daher ident mit den Arbeitsfeldern des Netzwerkes der Alpinen Schutzgebiete.
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Einer der wichtigsten Stützpunkte für die mit hohem Aufwand und schwierigen Ausgangsbedingungen verbundene ökologische Forschung im Hochgebirge, ist die 1989 eröffnete Forschungsstation Wilfried Haslauer Haus an der Großglocknerstrasse auf 2273 mSH. Durch ihre leichte Erreichbarkeit und ihre für die wissenschaftliche Freilandarbeit äußerst günstige Lage inmitten der Hochgebirgsnatur des Nationalparks Hohe Tauern, stellt sie einen wichtigen Anlauf- und Treffpunkt für Forscher aller naturwissenschaftlichen Fachrichtungen dar.
Wissenschaftlich betreut und geleitet wird die Forschungsstation vom Nationalparkinstitut am Haus der Natur Salzburg. Die seit Jahren bestehende enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern hat im Jahr 2000 zu einer vertraglichen Partnerschaftsvereinbarung geführt.
Gemeinsam erklärtes Ziel ist die bestmögliche Zusammenführung vorhandener fachlicher und finanzieller Ressourcen für die Umsetzung ausgewählter Forschungs- und Bildungsprojekte.
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